Lexikon
Das Lexikon von "Atelier Bordeaux" ist kein dicker "Schmöcker", aber sie finden hier alle relevanten Begriffe
und Erklärungen die Sie vorerst benötigen.
Viel Spaß und hoffentlich konnte Ihnen das Atelier Bordeaux das ein oder andere näher bringen.
Gold
Der Name:
"Gulth", "Gelo", "Gelva" sind die Namen in altgermanisch und bedeuten "gelb".
"aurum", "aurora" sind die Namen /Symbol von lat. und bedeuten "Morgenröte".
Der Goldgehalt:
Goldgehalt (=Feingehalt) wird in Bruchteilen von 1000 oder in Karat angegeben:
Reines Gold = 1000 fein = 24 Karat
Diese Goldgehälter gibt es:
24 Karat 1.000 von 1.000 Reines Gold (100%)
20 Karat 833 von 1.000 (83% Gold, Rest Silber, Kupfer u.a.)
14 Karat 585 von 1.000 (58% Gold, Rest Silber, Kupfer u.a.)
8 Karat 333 von 1.000 (33% Gold, Rest Silber, Kupfer u.a.)
6 Karat 250 von 1.000 (25% Gold, Rest Silber, Kupfer u.a.)
Zahlenangaben des Goldes:
z.B. wird In der Schmuckindustrie meist Gold als Legierung verarbeitet. Der Goldanteil muss
in Deutschland mehr als 33% betragen, andernfalls darf der "Werkstoff" nicht mehr als Gold
bezeichnet werden.
Die Zahlenangaben (z.B. 333, 585 usw) geben den prozentualen Anteil an Gold an.
585er Gold besteht daher zu 58,5% als Gold.
Legierung und Korrosion:
Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und der guten Verarbeitungsvoraussetzungen findet Gold
unter andrerem auch in der Elektroindustrie Verwendung. Dank der guten Verformbarkeit können
feinste Drähte gezogen werden, welche z.B. beim verdrahten von Chips verwendet werden.
Legierungsbestandteile verändern Farbe und physikalische Eigenschaften (Härte) des Goldes.
Ringe aus reinem Gold wären z.B. viel zu weich und würden sich bei Unachtsamkeit ständig verformen.
Ein weiterer Vorteil ist auch die Einsparung von wertvollem Material und der folglich günstigeren Preisen
für den Endkunden.
Legierungsbeispiele:
Rotgold: Legierung aus Feingold, Silber und Kupfer.
Ein hoher Kupferanteil färbt das Gold rötlich.
Weißgold: Legierung aus Feingold und Nickel, Palladium oder Silber
Gelbgold: Legierung aus Feingold, Silber und Kupfer
Die Gewinnung:
Fein zerkleinertes und goldhaltiges Gestein (=Goldsand) wird in Wasser aufgeschlämmt.
Die sogenannte "Goldwäsche". Dies geschieht mit Quecksilber oder Natruimcyanid (=Lauge).
Würde man das gesamte Gold, welches bisher von den Menschen abgetragen wurde, zusammenschmelzen
und in eine Würfelform gießen, so hätte der Würfel eine Länge von 20 Metern und einen Wert von
2.000.000.000.000 Euro
Das Goldvorkommen:
Gold gehört zu den seltensten Elementen der Erdkruste.
Der mittlere Goldgehalt der Erdkrustengesteine liegt bei nur 5 mg Gold pro Tonne Gestein.
Gute Golderze erhalten bis zu 10 mg Gold pro Tonne Gestein.
Im Sand deutscher Flüsse finden sich 1 - 10 mg Gold pro Tonne Gestein. Der Goldgehalt im Meerwasser liegt
bei ca. 10 g/km³ im Atlantischen und Pazifischen Ozean. 30 g/km³ im Mittelmeehr.
Dies entspricht einem Atom Gold auf 1 Billiarde Moleküle Wasser.
Folglich zu wenig für eine wirtschaftliche Gewinnung.
Goldarten:
Es gibt sehr viele Arten von Gold. Die bekanntesten sind:
Strumgold: Unter Sturmgold versteht man auf "Seidenpapier" aufgebrachtes Blattgold zum Vergolden
im Freien, d. h. für die Außenanwendung (z.B. Grabsteinbeschriftungen, usw).
Andere Ausdrücke dafür sind: Abziehgold, Transfergold bzw. Turmgold.
In der Regel wird es in ein Klebebett eingelegt und anschließend gesäubert.
Allerdings lässt es sich nicht in vollem Maße glänzend polieren.
Kompositionsgold: Blattgoldimitation aus Messing bezeichnet man als Kompositionsgold, Schlagmetall
oder auch Rauschgold. Weitere Begriffe sind: Pariser Gold, Franzgold usw.
Diese Art von "Gold" ist aus hauchdünn gewaltem oder geschlagenem Messing oder
auch Bronze. Dies ist eine kostengünstige Alternative für echtes Blattgold und wird
bei Schaufensterscheiben, Metallspielzeug, Bucheinbände, usw verwendet.
Kompositionsgold ist ca. 4x dicker als Blattgold, reißfester und leichter zu handhaben.
Allerdings ist die Anpassung nicht perfekt und eignet sich z. B. nicht gut für feine
Ornamente usw.
Zwischgold: Beim Zwischgold besteht nur eine Seite aus Gold. Die andere Seite der Folie dagegen aus
Silber. Es ist daher billiger als Blattgold, kann aber mit der Zeit anlaufen.
Firnis
Firnis ist ein klarer Schutzanstich.
Im 18. Jahrhundert verstand man unter Firnis alle klaren Überzüge, sowohl Leinölfirnis als auch Harzlösungen.
Man unterscheidet im künstlerischen Bereich hauptsächlich zwischen Zwischenfinis und Schlussfirnis.
Zwischenfirnis: Dies wird meist verwendet, wenn Bilder in mehreren Schichten aufgebaut sind.
Da es vorkommt, dass die untere Schicht einen Großteil des Bindemittels der oberen
Malschicht aufsaugt und diese dadurch matt erscheinen lässt.
Damit der veränderte Farbeffekt bei den weiteren Arbeitsprozeßen nicht irritiert, wird ein
Zwischenfirnis verwendet, der die Farbe wieder zum Vorschein bringt.
Schlussfirnis: Der Schlussfirnis ist die oberste Schicht des Bildes bzw. der Schlussanstrich.
Diese Schicht soll das Gemälde vor äußeren Einflüssen schützen.
Zudem sorgt es für eine einheitliche Glanzbildung, sollte hochtransparent sein und sollte
nicht vergilben.
Zwei Materialien eignen sich dafür:
Dammarfirnis: Dammar ist ein natrürliches Harz. Es sorgt für eine hochglänzende
Oberfläche und Tiefenglanz, wie ihn die "alten Meister" bevorzugten.
Bienenwachs: Bienenwachs ist ein natrürlicher Konservierungsstoff und sorgt für
einen seidig-matten Glanz.
Leinwand/Keilrahmen:
Für die Malerei eignen sich sehr viele Stoffe. Sogar Synthetik. Da die Gewebestruktur auf die gestalterische
Wirkung des Gemäldes Einfluss nimmt, sollte Ihr genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie
dem restlichen Malvorgang.
In der früheren Kunst verwendete man Stoffe aus Hanf, diese wurden mit einem Hammer flach geschlagen
und waren sehr robust. Mit der Industrialisierung verbreiteten sich Baumwollsotffe immer mehr.
Acrylfarbe:
Acrylfarben basieren auf Kunstsstoffdispersionen. Sie sind häufig wasserverdünnbar und trocknen zu einen
wasserresistenten Firm aus. Es gibt allerdings auch Lösungsmittel-basierte Acrylfarbe.
Die auf der Basis von polymerisierten Acrylsäuren herstellen Acrylharzfarben wurden erstmals Ende der
1940er Jahre in den USA herstellt. Erst ab den 60er Jahren wurden auch in Europa diese Acrylfarben
von Künsterfarben-Farbriken für den Gebrauch von Malerarbeiten herstellt.
Auch heut noch werden sie im Handwerk, in der Industie und im Hobbybereich gerne verwendet.
Das Lexikon wird ständig erweitert und verfeinert.
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